Die Lederhose

Vielen Dank an Doni! Für diesen Gastbeitrag bei Wiesngschichtn über die die Lederhose.

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Ein unverzichtbares Kleidungsstück für einen Wiesnbesuch scheint die Lederhose zu sein.

Es gibt sie lang, kurz, braun, schwarz, weiß, beige und wer keine trägt wird milde belächelt. Sie hat unbestritten ihre Vorteile. Robustes Material, pflegeleicht, muss nicht in die Waschmaschine und wird von einem Großteil der Wiesnbesucher als Kleidsam empfunden.

Anhand der Lederhose lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Herkunft des Trägers ermitteln. Im Zweifelsfall kann noch das Aussehen des dazugehörigen Hutes zur Beseitigung eventueller Zweifel herangezogen werden und schon ist die geneigte Dirndlträgerin im Bilde, ob sie das Objekt ihrer Begierde auf Englisch, Hochdeutsch oder im selteneren Fall auch auf Bairisch ansprechen soll.

Fettige Hendlfinger brauchen keine Servietten sondern werden direkt an den Schenkeln abgewischt und verschüttetes Bier, egal ob aus dem Krug oder dem Magen lässt man trocknen und es verleiht der Hose eine gewisse Patina. Der im Gegensatz zur Alltagshose etwas kompliziertere Verschluss sorgt dafür, dass die Toilettenbesuche etwa 38% länger dauern als normal, was die Warteschlange vor der Damentoilette durchaus positiv empfindet.

Und hier sind wir auch langsam bei den Nachteilen angekommen, denn so mancher Lederhosenträger hat sich bei seinen Toilettenbesuchen schon verkalkuliert, was uns zur dritten Möglichkeit bringt, Bier zu verschütten. Der erhöhte Wasserdruck bei übermäßigem Bierkonsum führt auch zu Kollateralschäden in Form feinem Sprühregens in der unmittelbaren Nähe des Pissoirs, was vom Lederhosenträger Aufgrund der in der Regel blanken Haut im Wadenbereich, auch in stark alkoholisiertem Zustand noch bemerkt werden kann.

Ach ja, ich bin übrigens der Kerl in Jeans.

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